Lebens(abschnitts)partner- nur eine GmbH & Co?

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Wolle60

Forenbeiträge: 615


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23.10.2018 17:50 Uhr
Wie denkt ihr darüber? Was sind/waren eure Träume? Ist "In guten wie in schlechten Zeiten" realistisch? Zu welchen Kompromissen seid ihr bereit und zu welchen nicht? Was führt zu Partnerschaft und was trennt? Wo beginnt "must have" und wo endet "no go"?

Es gibt tausende Fragen die man hier stellen könnte; wichtige für die Jüngeren als auch den Älteren unter uns, hunderte Fragen die sich manche/r hier schonmal selbst stellte. Und Suchende die einfach keine Antwort finden.

Hast DU eine ?

- Dohoggaddiadiaemmerdohoggad -


josephine m.

Forenbeiträge: 286


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23.10.2018 18:41 Uhr
So viele Fragen ...

Sehen wir das Ganze doch mal realistisch - ab einem bestimmten Alter hat jeder seine Erfahrungen gemacht, ob gute oder schlechte.
Die hier Ü50 sind größtenteils geschieden - also schon mal schlechte Erfahrungen, dito die, die ewig Single sind.
Und die, die schon mehrere Partnerschaften hinter sich haben.
Allerdings kommt es auch darauf an, wie man das alles bewertet - zählt nur das unrümliche Ende, das für manche ein Scheitern iherer Lebensvorstellungen bedeutet oder die gemeinsam verbrachte schöne Zeit.

Ich persönlich habe mir nie etwas Besonderes erwartet und war dann überrascht, dass es doch für längere Zeit zu einer Beziehung gelangt hat, die mich weder einengt noch in meiner Entwicklung gebremst hat.
Nur muß man auch akzeptieren, dass man sich nicht immer in die gleiche Richtung sondern auch mal auseinander entwickelt.

Nur zugunsten eines anderen sollte man sich nicht aufgeben. Daher sind Kompromisse nur bis zu einem bestimmten Maß zielführend, außer es ist eine ganz bestimmte Situation wie dominant/ devot.
Denn wenn normalerweise einer sich ständig verbiegt nur um es dem anderen recht zu machen, wirkt sich das auh negativ auf die Partnerschaft aus - Unzufriedenheit ist vorprogrammiert.

Was führt zu einer Partnerschaft?
Ich denke doch gegenseitige Anziehung, Übereinstimmung in vielen Dingen, Bedürfnis nach Nähe oder Versorgung (pöhse), sexuelle Unausgelastetheit ...es gibt sehr viele Gründe.
Genauso wie bei den must haves oder no gos ist das alles abhängig von den individuellen Vorstellungen und daher nicht unbedingt zu bewerten.

Und Fragen habe ich für mich keine, ich kenne mich inzwischen so gut, dass ich weiss, was ich will
und lieber ohne Partner bleibe, als mich mit jemandem abzugeben, mit dem es nicht passt.
Denn ich bin ja nicht allein auf der Welt und habe auch Freunde und Bekannte.
Und Sex findet frau auch ohne festen Partner.

Dui_do

Forenbeiträge: 648


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24.10.2018 12:52 Uhr
Wolle60 hat folgendes geschrieben:
... Ist "In guten wie in schlechten Zeiten" realistisch? ...

Das würde ich schon sagen. Warum sollte in einer Partnerschaft nicht gegeben sein, was in einer Freundschaft standard ist?


Ich mach mir tatsächlich wenig Gedanken drüber, was zu einer Beziehung führt... was definitiv nicht dazu führt, ist die Bedürftigkeit, die manche Suchende ausstrahlen. Ich möchte mir nicht vorstellen, mich auf jemanden einzulassen, dem nur Sex fehlt, oder der nur nicht alleine sein kann. Oder noch schlimmer: Einer, der die Frau verlassen will und meint, er könne sich die Suche nach einer eigenen Wohnung sparen und gleich bei mir einziehen. Alles schon erlebt. Ich persönlich habe meine Baustellen abgeschlossen, deshalb lasse ich mich nicht auf faule Kompromisse ein.


Aber wenn ich mich mal einlassen würde... falls dieser Fall mal eintreten sollte... dann gibt es ein "durch dick und dünn", dann weiß ich, wo ich hingehöre und darf davon ausgehen, dass "er" das genauso sieht.

No-Gos sind genauso individuell unterschiedlich. Ich kann da nur für mich sprechen. Aber weil ich ja gar nicht suche, muss ich diese auch gar nicht äußern
DerPhönix



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27.10.2018 19:28 Uhr
Hallo zusammen,

ich steck gerade mitten im Rosenkrieg. Natürlich fragt man sich da dann auch "wie konnt ich mich darauf nur einlassen" ... und gleichzeitig "warum ist es so gekommen" .. dieses Wechselbad an Gefühlen kann echt anstrengen.
Ich hab damals lang nach der "Perfekten" gesucht. Es war wie ein Check-Listen-Abhaken, was ja durch Seiten wie diese hier auch etwas begünstigt wird (sorry4that). Die Kontaktaufnahme wird katalogisiert und analysiert. ... Ah raucht, weg mit,.. ah hat Katzen ... weg mit.. Letztlich sucht man dann jemand, der den eigenen Vorstellungen entspricht und somit eigentlich gar keine wirkliche "Herausforderung" darstellt. Ich hab das damals erkannt und in den Foren nicht mehr aussortiert. Ich war einfach ICH, geradeaus, ehrlich und flaxig. Und das für mich damals wichtigste Kriterium: ich hab aufgehört nach der Eierlegenden Wollmilchsau zu suchen. Klar, irgendwo ist das jetzt Resignation, aber Hand aufs Herz - auch Medikamente sind nur wohldosierte Gifte.
Ich hab mit dem Abhaken abgehakt ...
Klettern - geht mit Kumpels
Surfen - geht mit Kumpels
...
Spaßhaben - geht mit Kumpels
Sex - geht nicht mit Kumpels
Kuscheln - geht nur mit "speziellen" Kumpels
Familie aufbauen - geht nur mit einer konkreten Frau
Also sind die Anforderungen an eine "Lebenspartnerin" recht schnell auf die Klassiker geschrumpft : muss gut zu Vögeln sein, muss kochen können, darf nicht rauchen. .. alles andere an "Emotionaler Bedürftigkeit" kann ich über kumpelhafte Beziehungen stillen.
Die Frau, die ich dann fand, passte eigentlich perfekt .. sie liebt Kinder, sie ist in diversen Charakterpunkten das ergänzende Gegenstück.. sie hat nur einen Fehler: sie erwartet, dass ich bin wie sie.

Als wir beschlossen zusammenzukommen, sagte Sie "es gibt kein Zurück". Ich hab mich damals darüber sehr gefreut, denn ich wurde getreu "bis dass der Tod" erzogen. Ich fühlte mich geborgen und zuhause.
Nun ist es SIE, die aber den Rückzieher machte. Hat mich jahrelang weggeschoben, sich versperrt, meine Hilfsangebote ausgeschlagen. Das hat mich kaputt gemacht. ... und jetzt geht sie mit der Begründung dahin, ich sei psychisch kaputt. Und was macht man mit Leuten, die am Boden liegen... na drauftreten. Jetzt stellt sie mich als "Bedürftig" im negativen Sinn hin und nimmt mir zur "Strafe" alles was ich je liebgewonnen hab - ganz vorne dran, meine Kinder.

Was also bedeutet für Euch "Bedürftigkeit"?? Ich für mich habe das Bedürfnis mit Menschen zu reden. Ich habe das Bedürfnis, dass es Menschen gibt, die mir zeigen können und wollen, dass ich liebenswert bin. Und ich glaub, damit bin ich nicht allein. Wenn jeder her kommt und einem das Gefühl vermittelt "Du bist unwichtig", das macht jeden, auch noch so starken Charakter irgendwann kaputt.
Ich freu mich, wenn man mich liebevoll in den Arm nimmt. Es ist einfach ein schönes Gefühl - wenn das passiert, gehts mir gut. Also kann man sagen, ich habe das Bedürfnis, berührt zu werden.
Ich freu mich, wenn man höflich kommuniziert, wenn man sich mir mitteilt und so zeigt "hey, ich bin dein Freund" ... also hab ich das Bedürfnis, dass man mir Aufmerksamkeit schenkt.
Ich halte Sex für die Königsdisziplin der körperlichen Kommunikation und es ist nun mal teil des anerzogenen Weltbildes, dass ein sich liebendes Paar kuschelt und klar auch mal Sex hat. Wenn ich mit diesem Weltbild im Kopf in eine Ehe gehe, dann hab ich natürlich auch irgendwo die Erwartung, dass Madame sowas mit mir macht. .. also postuliert sich - um das Weltbild nicht zu endtäuschen - ein Bedürfnis nach Zärtlichkeit und Sex.

Sub Sumarum, ein Mensch, also ein psychisch hygiener Mensch, der absolut keine Bedürftigkeit hat, der könnte genau so gut eine Ein-Mann-Kolonie auf der Rückseite vom Mond aufmachen.
Eine Beziehung lebt doch gerade davon, dass sich zwei finden, die adaptive Bedürfnisse haben. Ich habe das Bedürfnis etwas essen zu müssen ... also gehe ich in den Supermarkt und gebe dem Händler Geld, damit ich etwas zu essen bekomme. Mein Chef will dass etwas erledigt wird, gibt mir geld, damit ich das für ihn tu.
Mann hat das Bedürfnis eine Frau zu knutschen ... dafür macht Mann sogar den Haushalt. Frau hat das Bedürfnis arbeiten gehen zu wollen ... dafür macht Frau kein Aufstand wenn es beim Knutschen pieckst. ... einfacher gehts natürlich wenn beide das Bedürfnis haben zu Knutschen.

Ich bin ein Beziehungsmensch und das ist gut so. Wenn es so was nicht gäbe, dann wären wir alle nicht da, die Natur hat diese Bedürftigkeiten geschaffen, damit sich zwei evolutionstaugliche Partner finden können.
Ohne das Bedürfnis nach Zärtlichkeit und Co ... da wären wir doch längst ausgestorben.

Letztlich bin ich bei der Erkenntnis angekommen, dass die meisten Menschen A sagen, B meinen, C denken und eigentlich D wollen.

Dui_do

Forenbeiträge: 648


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16.11.2018 09:34 Uhr
Wie ich sehe, stolperst du über die Einschränkung "Bedürftigkeit".


Natürlich sind wir alle sexuelle und soziale Wesen. Allein sein ist nicht schön, vor allem nicht, wenn man sich alleine fühlt. Ich bin nach meiner Trennung durch ein Tränental gegangen, aber irgendwann habe ich gemerkt, dass ich mich immer wohler fühlte, und heute bin ich mit meinem Leben zufrieden und auch glücklich.


Und natürlich ist da immer mal wieder der Wunsch nach Zweisamkeit aller Art. Aber dieser Wunsch allein ist für mich nicht die Basis für eine Beziehung. Will heißen, ich bin nicht dazu da, die Bedürftigkeit nach Sex, die ein Mann (zurecht) haben mag, zu befriedigen. Andersherum gaukle ich ja auch keinem Mann Interesse vor, nur um mal wieder eins meiner Bedürfnisse zu stillen.


Deine Abhak-Liste hat mich ein wenig erschreckt, und ich hoffe, du meinst das nicht ganz ernst. Wozu man eine Frau "braucht", wenn die Kumpels dazu nicht taugen. Jo, auch das läuft unter Bedürftigkeit. Wie kann man mit dem Kopf an ein Thema herangehen, für das es Herz braucht? Ich möchte nicht, dass sich ein Mann mir aus einer Kopfentscheidung heraus zuwendet. Ich möchte nicht gebraucht, benötigt oder verwendet werden. Ich will geliebt werden.


Kann jetzt leider nur einzelne Stellen rauspicken, die mir eben besonders ins Auge gesprungen sind. Dein Kommentar ist sehr allumfassend

sily555

Forenbeiträge: 6


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10.01.2019 00:00 Uhr
Hi
würde mich freuen nochmal von dir lesen zu können, also folge mir doch auf
( sflört.com )))) ! Mein Nick ist dort sexynataly ). Da hier ja leider nur eine Nachricht
möglich ist ohne Mitgliedschaft, fange ich erst gar nicht an so viel zu
schreiben. Dort ist kein Abo-Vertrag nötig und wir können sofort schreiben
und uns kennen lernen, wenn dein Interesse noch besteht.
Ich hoffe du bist noch wach :)
FeliMaus



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04.02.2019 17:14 Uhr
also ich finde der Kern in der Frage ist: Ist man heutzutage zu Kompromissen bereit?

Ich habe das Gefühl, dass die heutige Gesellschaft sehr egozentrisch und narzisstisch geworden ist.
Kompromissbereitschaft ist schon fast fehl am Platz.

Du hast das nicht, dann will ich nicht.
Du machst das nicht, dann passt es nicht.

Klar hat man in den Jahren Erfahrungen gemacht und hat seine privaten absoluten donts erkannt und diesen muss man nicht nachgeben. Aber in allen anderen Sachen sollte man offen sein, ausprobieren, seine Erfahrungen erweitern und sich auf neue Möglichkeiten einlassen.

Dadurch wächst Kompromissbereitsschaft und das ist eigentlich auch der Sinn einer Beziehung:
Zusammen und gemeinsam weiter.


Klappt nicht immer, aber meistens.
Und wenn Einstellungen, Lebensweisen sowie Zukunftswünsche in andere Richtungen zielen, also kein gemeinsames Ziel vorhanden ist, dann sollte man diese offen besprechen und schauen, ob jedoch ein gemeinsames Stück Lebensweg sinnvoll wäre.

Meistens JA - auch wenns nur ein Stück ist. :)

Dui_do

Forenbeiträge: 648


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19.02.2019 23:49 Uhr
FeliMaus hat folgendes geschrieben:
also ich finde der Kern in der Frage ist: Ist man heutzutage zu Kompromissen bereit?



Das frage ich mich manchmal auch - inwiefern geht man Kompromisse ein? Ob das heute anders ist als früher (wann genau früher?), weiß ich nicht, aber dass manche Leute mit ihrer Einstellung mit ziemlicher Sicherheit genau nichts finden, scheint ziemlich klar.



Da gibts gerade eine Sendung mit Ralf Schmitz (den ich übrigens genial witzig finde), "Take me out" - kennt die jemand? 30 junge Frauen an den Buzzern, ein junger Mann betritt die Bühne, stellt sich vor, und nach und nach buzzern die Mädels ihn weg. Die Männer sind durchaus attraktiv, aber dann kommen ihre Hobbys, er macht vielleicht Sport, hat einen Hund, und die Frauen haben an allem was auszusetzen. Am Ende kann der Typ froh sein, wenn zwei oder drei ein Date mit ihm wollen. Manchmal fasse ich es nicht, was die Mädels alles zu meckern haben. Anstatt sich zu freuen, dass der Kerl Hobbys hat, nörgeln sie an allem rum.



Männer sind noch schlimmer mit ihren Ansprüchen. Die haben ja oft ein genaues Bild im Kopf, wie die Teuerste zu sein hat. Erst neulich hat ein Bekannter gemeint, er hätte so eine nette Frau kennengelernt, aber die sei klein und dunkelhaarig, und er stehe doch auf große Blonde. Da fällt mir echt nix mehr ein...

Was suchen die Leute? Spielzeug? Oder einen Menschen, dessen Partner sie sein können?

Natascha1991

Forenbeiträge: 1


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28.03.2019 12:27 Uhr
Hallo ich bin neu hier

Marcello500

Forenbeiträge: 1


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29.04.2019 19:33 Uhr
Hallo

Música

Forenbeiträge: 624


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06.05.2019 09:37 Uhr
@Natascha1991 & Marcello500:

THEMA VERFEHLT!!!!

Könnt euch ja zum Thema "Morgen" von Leon dazu gesellen und äußern... in der "Plauderecke" ...

Grüßle



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