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Endlich gehts mal wieder in dieses wunderschöne alte Kino - selbstverständlich auf den Balkon
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Inhalt:
Großartig besetztes Gaunerstück über zwei Trickbetrüger, die von einem FBI-Agenten gezwungen werden, korrupte Politiker mit einem getürkten Millionengeschäft zu enttarnen.
Filmkritik:
Die gleiche Geschichte wäre auch tauglich für ein intensives Drama gewesen, in dem das Chaos eskaliert und unweigerlich in Gewalt mündet. Schließlich steigern sich Dummheit und Naivität mitunter bis zur Schmerzgrenze, gibt es Figuren als tickende Zeitbomben, die um Bestrafung, zumindest aber einen Therapieplatz zu betteln scheinen. Doch für O'Russell ist das alles nur ein großer menschlicher Zoo, dem man vor allem Komisches abgewinnen kann.
Die Charaktere - Loser, Karrieristen, Gauner, Politiker, Gangster und Frauen, die mehr als nur Dekoration und Animation sein wollen, sind starke Waffen dieses Films, der den Zuschauer bedächtig an sich bindet und in den letzten 45 Minuten einen starken Sog entwickelt, den ein Martin Scorsese dramatisch und visuell wohl von der ersten Minute an etabliert hätte. O'Russell, zuletzt mit "The Fighter" und "Silver Linings" kritisch geadelt, arbeitet das Absurd-Verrückte dieser Story vergleichsweise gelassen heraus, setzt mit kurzen Explosionen emotionale Ausrufezeichen, verliert nie den Blick für das Menschliche. Schmerz koexistiert neben Witz, ist aber nie dominant in dieser freien Nacherzählung des Abscam-Skandals, der Ende der 1970er Jahre Schlagzeilen machte, als das FBI mithilfe eines Trickbetrügers Köder für korrupte Politiker auslegte.
Christian Bale spielt diesen unscheinbaren Manipulator, der mit seiner Partnerin (Amy Adams) und potenziellen Investments und Superkrediten Gutgläubige aufs Kreuz legt, bis beide von einem ehrgeizigen FBI-Agenten (Bradley Cooper) festgenagelt und zu einem Coup gezwungen werden, der allen über den Kopf wächst. Dabei wird ein finanzkräftiger Scheich, der Atlantic City zu altem Glanz verhelfen will, mit Schmiergeldern und angeblichen Großinvestitionen zum Magneten für Lokalpolitiker und Mafiosi. Dass ihn ein mexikanischer FBI-Agent ohne Arabischkenntnisse spielt, ist nur Auftakt einer unglaublichen Scharade, in der die austickende Ehefrau des Trickbetrügers (Jennifer Lawrence) zum unkalkulierbaren Risiko wird. Das Ende überrascht nicht nur den Zuschauer, der sich, unterstützt von Ausstattung und Musik, an Seventies-Nostalgie und einem Gaunerstück mit großartigen Darstellern berauschen kann. Ganz ohne Nebenwirkungen, denn "American Hustle" kollabiert nicht albtraumartig, sondern triumphiert märchenhaft.
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wer über die Events der Gruppe Kleines-Feines-Kino informiert werden möchte:
https://www.muenchnersingles.de/group/3436
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Homepage:
Trailer: http://www.kino.de/kinofilm/american-hustle/148851
Anfahrtsbeschreibung:
Am Sendlinger Tor Platz
http://www.filmtheatersendlingertor.de/
Kosten
8,50 €
Teilnehmer
3 (3 Männer und
keine Frauen )
einer auf der Warteliste
Max. Teilnehmer 4 (ein freier Platz)
Max. Begleitpersonen Keine Begleitpersonen
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